Familienurlaub gelingt selten durch mehr Programm, sondern fast immer durch weniger. Das Hotel Hohenwart in Schenna, einem Bergdorf oberhalb der Kurstadt Meran, hat diesen Gedanken zu seiner eigentlichen Haltung gemacht – und setzt ihn mit einer Konsequenz um, die man in dieser Form selten findet.
Schenna als Ausgangspunkt: Nähe zur Natur, Nähe zueinander
Die Lage auf einem Sonnenplateau über dem Meraner Land ist kein zufälliger Vorzug. Sie ist architektonisches Argument. Wer vom Hotel aus aufbricht, ist binnen weniger Minuten in der Natur – und kehrt ebenso schnell zurück, wenn ein Kind müde wird oder das Wetter wechselt. Diese Planbarkeit, die nicht Steifheit meint, sondern Spielraum, verändert den Ton eines Familienurlaubs grundlegend. Statt erzwungener Durchhalteparolen gilt im Hohenwart ein stillschweigendes Prinzip der Anpassbarkeit.
Auf dem hoteleigenen Spielplatz mit Trampolin, Minihochseilgarten und Vogelnestschaukel finden Kinder schnell Anschluss – ohne dass Eltern Regie führen müssen. Jugendliche entdecken Tischtennis und Dart als ihre eigene Sphäre. Während der Sommerferien, konkret vom 12. Juli bis 4. September 2026, sorgen fixe Betreuungszeiten für Kinder ab vier Jahren für verlässliche Freiräume – ohne den Zusammenhalt der Familie zu fragmentieren.
Meran 2000 und das Outdoor Kids Camp: Natur als Lernraum
Ein besonders gelungener Ausflug führt in das Outdoor Kids Camp auf Meran 2000, ab dem 1. Mai bequem per Bergbahn erreichbar. Kletterwände, Slacklines, Balancier-Parcours, ein Mini-Klettersteig und zwei lange Looping-Rutschbahnen – das klingt nach Bewegungspark, ist aber klüger konzipiert. Die «Rolling Ball», eine grosszügige Holzkugelbahn, trainiert Motorik, Koordination und logisches Denken zugleich. Kinder begreifen hier durch Tun, nicht durch Erklärung.
Das Sommerprogramm der Destination Schenna setzt konsequent auf analoge Naturerfahrungen. Bei geführten Wildkräuter-Wanderungen lernen Familien essbare Pflanzen kennen und bereiten Waldtee zu. In Workshops zur Naturkosmetik entstehen aus Blüten, Blättern und Wurzeln unter fachkundiger Anleitung Lotionen und Salben. Beim Bau von Insektenhäusern fertigen Kinder und Eltern gemeinsam Nisthilfen für Wildbienen – und begreifen dabei ökologische Zusammenhänge, die kein Schulbuch so überzeugend vermittelt. Der Schenner Sagenweg nahe Schloss Schenna, wo geschnitzte Figuren lokale Legenden im Wald sichtbar machen, ergänzt das Bild einer Destination, die Natur als Erfahrungsraum versteht, nicht als Kulisse.
FamilySpa und VistaSpa: Zwei Welten unter einem Dach
Nach Stunden in Wald und Bergen nimmt der Tag im Hohenwart einen ruhigeren Rhythmus an. Das FamilySpa ist dabei mehr als ein Hallenbad mit Rutsche. Das Hallenbad mit separatem Babybecken schafft Raum für die Jüngsten, der ganzjährig beheizte 25-Meter-Outdoor-Pool lädt zum gemeinsamen Schwimmen ein. Im Sanarium mit moderaten 55 bis 65 Grad oder im Dampfbad mit sanfter Wärme können auch Kinder erste Sauna-Erfahrungen sammeln. Zwischen Daybeds, Hängematten und einer Lounge mit Snacks entsteht eine Atmosphäre, in der Generationen nicht getrennt entspannen, sondern nebeneinander zur Ruhe finden – was einen entscheidenden Unterschied macht.
Oben auf dem Dach öffnet sich der VistaSpa als Adults-Only-Bereich – ein bewusst gesetzter Kontrast. Der Infinity-Sole-Pool, dessen Beckenrand optisch in die Berglandschaft übergeht, macht das Versprechen des Panoramas einlösbar. Wasser und Horizont fliessen ineinander, die umliegenden Gipfel rücken nah. Die Panoramasauna mit Rundumblick über das Tal rund um Meran vollendet ein Angebot, das nicht Rückzug vom Familienleben meint, sondern Erholung für ein besseres Dabeisein.
Südtiroler Küche mit echter Herkunft
Das kulinarische Konzept des Hohenwart ist so unaufgeregt wie überzeugend. Die Küche trägt eine klare südtirolerische Handschrift: Lammfleisch vom hauseigenen Bergbauernhof Gsteier, Bier aus der familieneigenen Brauerei Pfefferlechner, Kräuter aus dem eigenen Garten. Herkunft ist hier kein Marketingversprechen, sondern gelebte Praxis – und schmeckt entsprechend.
Ob auf der Panoramaterrasse unter alten Walnussbäumen mit Blick ins Tal oder in einer der urigen Tiroler Stuben – der Abend schafft einen Rahmen, in dem Gespräche von selbst entstehen, Tageserlebnisse geteilt und Pläne für den nächsten Tag geschmiedet werden. Niemand muss unterhalten werden. Das ist, am Ende, der eigentliche Luxus.
Das Hotel Hohenwart ist ein 4-Sterne-Superior-Haus auf einem Sonnenplateau oberhalb von Meran. Es wird familiengeführt betrieben und bietet neben dem FamilySpa und dem Adults-only-VistaSpa ein umfassendes Aktiv- und Naturprogramm. Weitere Informationen unter hohenwart.com.
Was bleibt, wenn man ein Hotel verlässt, das konsequent auf Qualität statt Quantität setzt? Keine Liste von Highlights – sondern das Gefühl, wirklich angekommen gewesen zu sein.